CDU will für Hürther Schülerinnen und Schüler kämpfen

In diesem Jahr besteht bei den Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen an den beiden Hürther Gymnasium die Situation, dass insgesamt mehr Schülerinnen und Schüler angemeldet sind, als die Gymnasien Plätze anbieten können.

„Dies resultiert aus der Tatsache, dass wir viele Neubürger und sehr viele Anmeldungen aus Nachbarkommunen haben. Außerdem müssen die Eltern der Empfehlung der Grundschulen zur Einordnung ihrer Kinder in eine Schulform nicht mehr folgen und viele möchten ihr Kind am Gymnasium anmelden“, weiß Gudrun Baer, Sprecherin der CDU-Fraktion im Bildungsausschuss zu berichten.

„Deshalb haben wir durch einen Dringlichkeitsbeschluss schon zu Beginn der Woche ganz klar gemacht: Zuallererst stehen die Plätze an ASG und EMG den Hürther Kindern zu“, stellt der CDU-Fraktionsvorsitzende, Bjørn Burzinski , klar. „Dieses Vorgehen folgt nicht nur dem gesunden Menschenverstand, sondern ist rechtlich durch § 46 Abs. 6 des Schulgesetzes NRW gedeckt.

Nun wurden jedoch die Schulleiter beider Gymnasien wurden von ihrem Dienstherren, der Bezirksregierung, angewiesen, Plätze an den Schulen für die 5. Klasse unter allen Anmeldungen auszulosen – auch unter jenen, die gar nicht in Hürth wohnen.

„Wir sind fassungslos“, zeigt sich Baer konsterniert. „Im Schulausschuss habe ich miterleben müssen, wie die Wünsche Hürther Eltern, ihre Kinder an einem unserer beiden Gymnasien anmelden zu können, hinten angestellt wurden. Auch wenn der überregionale Blick nachvollziehbar und wichtig für die Familien im Regierungsbezirk ist.“

CDU-Ratsmitglied Uli Klugius erläutert: „Die Bezirksregierung Köln hat durch ihre Anweisung jetzt geschafft, dass 31 Hürther Familien in den nächsten Tagen erfahren werden, dass ihr Kind nicht an einem Gymnasium in ihrer Heimatstadt angenommen wird. Wir können allen betroffenen Eltern nur dringend ans Herz legen: Nutzen Sie alle rechtlichen Möglichkeiten zum Widerspruch! Beschweren Sie sich bei der Bezirksregierung!“

Baer, Burzinski und Klugius versprechen: „Wir werden gemeinsam mit den betroffenen Eltern und der Stadtverwaltung weiter dafür kämpfen, dass alle Hürther Schülerinnen und Schüler im kommenden Schuljahr an einem Gymnasium in ihrer Heimatstadt gehen können.“

„Die Mittel für die Hürther Schultheatertage sind nicht nur in den Haushalt 2023 eingebracht, sondern in der Mittelfristplanung bis 2025 festgeschrieben. Das gibt dem Kulturamt Planungssicherheit und eröffnet die Möglichkeit, das Theaterfestival weiter auszubauen und zu qualifizieren“, freuen sich die Initiatoren Marco Jansen, sachkundiger Bürger der CDU im Kulturausschuss und Hans-Josef Lang, CDU-Ratsmitglied und Vorsitzender des Kulturausschusses.

Die Schultheatertage waren von den beiden Kulturfreunden von Anfang an als Langfristprojekt gedacht, um Schülerinnen und Schüler an das Theater heranzuführen und den Schulunterricht um einen kreativen Aspekt zu erweitern. „Theaterinszenierungen wie Berthold Brechts ˈDer aufhaltsame Aufstieg des Arturo Uiˈ beschäftigen sich zum Beispiel mit historischen Ereignissen, wie in diesem Fall dem Nationalsozialismus. Auch aktuelle Geschehnisse werden aufgegriffen, wie die Flüchtlingskrise in ˈWillkommenˈ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz. Den Schülerinnen und Schülern wird durch die kreative Darbietung des anspruchsvollen Themas ein leichterer Zugang ermöglicht“, ist sich Jansen sicher. „Und durch die Anbindung der Workshops können die frischen Eindrücke vertieft und Fragen direkt geklärt werden“ ergänzt Lang.

Einen weiteren Aspekt pro Schultheatertage stellt jedoch auch die Entführung in Fantasiewelten dar. „Gerade weil wir von der einen in die andere Krise gerutscht sind, müssen wir den Kids auch Raum für Reflektion und Unbeschwertheit bieten. Zum Beispiel die grimmschen Märchen ˈHans im Glückˈ oder ˈDer gestiefelte Katerˈ lassen die Kids lachen und einfach nur fröhlich sein“, so Lang.

Die Tatsache, dass die finanziellen Mittel bis 2025 sicher sind, ermöglicht nun früher mit der Planung zu beginnen und die Hürther Schultheatertage 2023 bis 2025 mit Schulen und Theatern zu konzipieren. „Das Budget von jährlich 15.000 Euro bleibt bestehen und die vergangenen Schultheatertage haben gezeigt, dass dieser Betrag einen Ausbau des Festivals ermöglicht. Eine Ausweitung das Festival auf zwei Wochen mit mehr Inszenierungen und Workshops wäre denkbar und erstrebenswert, um mehr Schülerinnen und Schülern den Besuch zu ermöglichen“, so Jansen.

„Mit den letzten Schultheatertagen konnten 1.000 Schülerinnen und Schüler erreicht werden. Bei knapp 7.000 Hürther Schülerinnen und Schülern gibt es also noch Luft nach oben“, weiß Lang zu berichten.

„Wir sind gespannt wie das Kulturamt das Festival weiterentwickeln wird und freuen uns schon auf die weiteren Ausgaben und begeisterte Kids, wie wir sie bei der Premiere erlebt haben“, so Jansen und Lang.

5 Tage, 5 Inszenierungen, 8 Vorstellungen, 6 Workshops – das sind die Schultheatertage

„Dass die Hürther Schultheatertage mit acht Vorstellungen und sechs Workshops an den Rand der Kapazitäten kommen werden, hat unsere Erwartungen definitiv übertroffen“, freut sich Marco Jansen, Sachkundiger Bürger der CDU im Kulturausschuss und Ideengeber des Projekts. „So ein Erfolg im ersten Jahr der Durchführung ist ein absoluter Traumstart und ein Beweis dafür, dass bei den Hürther Schulen ein Bedarf besteht“, so Jansen weiter.

Erst im März dieses Jahres wurde im Kulturausschuss dem Antrag von CDU und Grünen zugestimmt. Acht Monate später haben die Verantwortlichen im Kulturamt ein Projekt auf die Beine gestellt, das in Nordrhein-Westfalen seinesgleichen sucht. An fünf Tagen werden fünf verschiedene Inszenierungen in acht Vorstellungen gezeigt.

„Für die drei Inszenierungen, die sich an die Grundschulen richten, mussten sogar Doppelvorstellungen angesetzt werden, da die Nachfrage so groß war“, berichtet Hans-Josef Lang (CDU), Vorsitzender des Ausschusses. „Das Festival erreicht jetzt im ersten Jahr der Durchführung 1.000 Schülerinnen und Schüler“, ergänzt Jansen. Darüber hinaus wurden sechs Workshops zu den zwei Stücken gebucht, die sich an die weiterführenden Schulen richten.

In den Workshops sollen die Themen der Inszenierungen aufgegriffen, vertieft und diskutiert werden. „Das Gesehene soll schließlich auch verstanden werden und bei den teilweise schwierigen Themen bedarf es einer Nachbereitung, um das im Schauspiel erlebte zu verarbeiten“, erklärt Jansen die Idee, der Vorführung direkt einen Workshop folgen zu lassen. Denn wo es bei den Grundschülern noch um Freundschaften oder die Schwierigkeiten als Schlüsselkind geht, da erwartet die Jugendlichen, neben einer Inszenierung zum Thema Konsumverhalten, mit „Ännis letzte Reise“ das schwere Thema der Euthanasie im Nationalsozialismus.

„Unser Wunsch war es, dass die Kids zum einen in dieser krisenhaften Zeit durch die Schauspielerinnen und Schauspieler aus dem Alltag entführt werden. Sie sollen lachen, träumen, einfach fröhlich sein können“, so Lang. „Zum anderen war es uns wichtig, dass die Lehrerinnen und Lehrer dem Lehrplan kreative Wege lassen und den Kids so ein anderer Blick auf schwierige Sujets oder Ereignisse geboten wird“, fügt Jansen hinzu.

Am 4. November ist es nun soweit. Dann öffnet sich der Vorhang auf der Bühne des Bürgerhauses und die Hürther Schultheatertage premieren. Bis zum 10. November wuseln die Schülerinnen und Schüler durch die Räume und beleben das Kulturhaus am Otto-Räcke-Platz. „Wir werden auch mal reinschneien und schauen, wie die Kids das Konzept annehmen. Bis dahin wünschen wir allen Beteiligten ‚Toi Toi Toi‘“, so Jansen und Lang.

Vom 4. bis 10. November 2022 heißt es für die Hürther Schulen: Vorhang auf! Dann nämlich feiern die Hürther Schultheatertage ihre Premiere auf der Bühne des Römersaals. „Das ist super!“, freut sich Marco Jansen, sachkundiger Bürger der CDU im Kulturausschuss.

„Die Initiative der CDU ermöglicht es dem Kulturamt Hürth nach aktuellem Stand, fünf unterschiedliche Produktionen zu zeigen und damit mehr als 30 Klassen mit ca. 1.000 Schülerinnen und Schülern zu erreichen“, berichtet Jansen. Drei der Inszenierungen sind dabei für Grundschulen und zwei für Weiterführende Schulen geeignet. Darüber hinaus sind begleitende Nachgespräche und Workshops geplant, in denen den Schülerinnen und Schülern die Inhalte des jeweiligen Stücks tiefgreifend vermittelt werden sollen.

„Es werden also alle Altersgruppen erreicht, was uns besonders wichtig ist. Zum einen entführt das Theater in Fantasiewelten und schafft es so die Kinder von der krisenbehafteten Gegenwart abzulenken. Zum anderen werden hier relevante Ereignisse des Zeitgeschehens kreativ verpackt und kindgerecht kommuniziert. So schaffen die Theatermacher es Kinder und Jugendliche, für wichtige Themen zu begeistern“, ergänzt Hans-Josef Lang, Vorsitzender des Kulturausschusses.

Dank eines fünfstelligen Betrags, der auf Antrag der Koalitionsfraktion in den Haushalt eingestellt wurde, können die Eintrittspreise pro Kind bzw. Jugendlichen auf 2,50 Euro begrenzt werden. „Um aber auch den Kindern den Zugang zu ermöglichen, deren Familien sich das nicht leisten können, werden darüber hinaus individuelle Fördermöglichkeiten angeboten“, versprechen Jansen und Lang.

„Nach nur anderthalb Jahren Bauzeit kann der Bauteil C des Ernst-Mach-Gymnasiums nach der Fertigstellung fristgerecht nach den Osterferien den Schülerinnen und Schülern übergeben werden“, stellt der CDU-Fraktionsvorsitzende, Bjørn Burzinski, fest. Hiervon überzeugen konnte er sich mit anderen Ratskolleginnen und -kollegen bei einer Baubesichtigung gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung aus den Ämtern für Gebäudewirtschaft und Schule.

„Wir freuen uns, dass auf der Großbaustelle am Ernst-Mach-Gymnasium ein weiteres Kapitel erfolgreich im Zeitplan beendet wird“, zeigt sich Rüdiger Winkler, planungspolitischer Sprecher der CDU, zufrieden. „Eine Operation am offenen Herzen, während der Schulbetrieb vor Ort weitergeht, stellt Politik, Verwaltung, Bauunternehmen und nicht zuletzt die Schulgemeinde vor enorme Herausforderungen. Es war deshalb die richtige Entscheidung, den alten Gebäudeteil abzureißen und ein neues und modernes Gebäude zu erstellen, in dem der Schulbetrieb in den neuen Klassenräumen jetzt aufgenommen werden kann.“

In der Tat hatte man sich bereits vor über 10 Jahren dazu entschlossen, die Gebäudeteile A, B und C sukzessive zu erneuern. Damals dachte zunächst noch niemand an den Totalabriss der flankierenden Gebäudeteile A und C, was später dann als vernünftigste Lösung erschien. Um den Unterricht sicherzustellen, kaufte die Stadt das alte Postgebäude auf, um dort Klassenräume einzurichten. Der Baubeginn ließ jedoch aufgrund vieler Pannen zunächst auf sich warten. Erst mit Übernahme der Amtsgeschäfte durch Bürgermeister Dirk Breuer im Jahr 2015 und der Installation eines Projektbüros wurde ein Baubeginn Realität. Das Herz der Schule, der Gebäudeteil B, mit pädagogischem Zentrum, Mensa und Verwaltungstrakt, wurde im Jahr 2018 fertiggestellt. Danach begannen die Vorbereitung für den Abriss und der Neubau des Gebäudeteils C. Dort entstanden vor allem Klassenräume und Kunsträume, aber auch die provisorischen Fachräume für die Naturwissenschaften, die nach der Fertigstellung des letzten Bauabschnitts in den Gebäudeteil A ziehen werden.

Die schulpolitische Sprecherin der CDU, Gudrun Baer, dankt neben den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung vor allem den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrerinnen und Lehrern der Schule: „Viel Lärm und Dreck beeinträchtigten den Schulalltag in der Vergangenheit. Der Lohn für diese Einschränkungen ist ein nigelnagelneues, modernes Schulgebäude, in der die gute pädagogische Arbeit die notwendigen Rahmenbedingungen erhält.“

„Ein weiterer wichtiger Schritt für die Modernisierung der Schulgebäude in der Stadt Hürth ist gemacht. Wenn wir davon ausgehen, dass auch die Bauarbeiten am letzten Gebäudeteil A ähnlich fix erfolgen, ist die Schule spätestens 2025 von allen Baustellen befreit“, blickt Burzinski optimistisch in die Zukunft.

Mit den Hürther Schultheatertagen soll den Schülerinnen und Schülern ein spannendes und abwechslungsreiches Theaterprogramm geboten werden

„Theater und Schule – das passt zusammen“, findet Marco Jansen, Sachkundiger Bürger der CDU im Kulturausschuss. „Die Bildung von Kindern und Jugendlichen findet auch im Theaterumfeld statt, historische Vorgänge und der kritische Umgang mit Fragen des Zeitgeschehens werden dort erfahrbar gemacht.“ Tatsächlich: Dramaturginnen und Dramaturgen beleuchten Vorgänge in unserer Gesellschaft und helfen ihnen in Nachgesprächen, Workshops etc. diese zu verstehen. Gleichzeitig wird durch die naturgemäß kreative Herangehensweise der Theatermitarbeiter die Kreativität und Fantasie bei den Kindern und Jugendlichen gefördert. Jansen zeigt sich begeistert: „Natürlich muss Theater nicht immer einen Lernfaktor haben. Unzählige Stücke entführen in Fantasiewelten und lassen die Kinder träumen, lachen, einfach nur fröhlich sein. Vor allem nach rund zwei Jahren Pandemie, können gerade Kinder und Jugendliche genau das gebrauchen.“

Die Schultheatertage sollen künftig jährlich im Bürgerhaus stattfinden

Deshalb soll für das Jahr auf Vorschlag der CDU-Fraktion das Kulturamt mit der Konzeption eines einwöchigen Festivals für Kinder- und Jugendtheater beauftragt werden. Die „Schultheatertage“, sollen künftig jährlich an vier bis fünf Tagen im Bürgerhaus stattfinden. „Wir wünschen uns, dass das Kulturamt eine Kooperation mit einem der vier nordrhein-westfälischen Landestheater eingeht, um ein vielfältiges und hochwertiges Programm für Kinder und Jugendliche zu gestalten“, berichtet der Ausschussvorsitzende Hans-Josef Lang die Initiative seiner Fraktion. „Gleichzeitig müssen unbedingt auch Gespräche mit den Schulen in Hürth geführt werden, um das Konzept nachhaltig erfolgreich zu gestalten. Idealerweise werden in Hürth Theaterstücke aufgeführt, die den Lehrplan der Schulen, z.B. durch die Besprechung im Deutsch- oder Geschichtsunterricht ergänzen“, fügt Sebastian Horst, Kulturpolitischer-Sprecher der CDU-Fraktion, hinzu.

15.000 € wurden in den Haushalt eingestellt, damit das Festival in 2022 starten kann

Wunsch der Hürther CDU-Fraktion ist es, mit dem Festival in der zweiten Jahreshälfte 2022 zu starten. „Wir haben beschlossen, dass hierfür erstmalig dieses Jahr 15.000 Euro in den städtischen Haushalt eingestellt werden “, berichtet Horst. „Da ich einige Jahre am Theater gearbeitet habe, freue ich mich sehr, dass meine Idee so positiv aufgenommen wurde. Für diesen Betrag lassen sich nach Auskunft eines Landestheaters vier bis fünf, vielleicht sogar sechs, Stücke realisieren. Wir hoffen, gemeinsam mit dem Hürther-Kulturamt eine neue Tradition im Kulturleben unserer Stadt beginnen zu können“, so Jansen.

In der November-Sitzung des Hürther Stadtrates stellten Bürgermeister Dirk Breuer und Kämmerer Marco Dederichs den Haushaltsplanentwurf für 2022 vor. Das umfangreiche Zahlenwerk umfasst 1.385 Seiten und beinhaltet viele Maßnahmen im Bereich der laufenden Verwaltungsaufgaben. Rund 190 Mio. € und damit mehr als jemals zuvor werden jährlich für die Erbringung der Verwaltungsdienstleistungen für die Hürther Bürgerinnen und Bürger aufgewendet. Neu hinzugekommen sind die Projekte im Rahmen des Strukturwandels, um den Auswirkungen des vorzeitigen Kohlausstiegs entgegenzuwirken. „Eine besondere Priorität haben die Umsetzung des AI Village, des Entrepreneurship Center Rheinisches Revier und des ChemHub Knapsack. Es bietet sich die einmalige Chance, Hürth als High-Tech-Standort zu etablieren, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Unternehmen anzusiedeln. Daneben werden Klimaschutzmaßnahmen und die Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen im Fokus stehen“, betont Dirk Breuer. 

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, die durch die Corona-Pandemie und das Starkregenereignis im Sommer zu erwarten waren, bleibt das bisherige Leistungsangebot uneingeschränkt erhalten. Zudem konnte Kämmerer Marco Dederichs vermelden, dass in der Planung keine Grundsteuer- und Gewerbesteuererhöhungen vorgesehen sind. Dank der umsichtigen Haushaltsführung in den vergangenen Jahren und der guten Steuereinnahmen konnte die Ausgleichsrücklage sogar aufgefüllt werden. „In den kommenden Jahren können wir hiervon profitieren und müssen keine Vorgaben durch die Aufsichtsbehörden befürchten“, fasste Kämmerer Marco Dederichs zusammen. 

Bürgermeister Dirk Breuer hob in seiner Haushaltsrede besonders hervor, dass umfangreiche Investitionen in Schulen, Kindergärten und die sonstige städtische Infrastruktur vorgesehen sind. Der Neubau der Bauteile A und C des Ernst-Mach-Gymnasiums, die Erweiterung der Martinusschule, der Neubau an der Friedrich-Ebert-Realschule und die Feuerwache Hermülheim sind ebenso in dem Haushaltsplan berücksichtigt, wie die Umsetzung des Turnhallen-Sanierungskonzeptes, die Errichtung eines Kindergartens in Kendenich und die Neugestaltung des Sport- und Bewegungsparks auf dem Gelände des Hürther Stadions in Alt-Hürth. Insgesamt betragen die geplanten Investitionen in den kommenden vier Jahren 165 Mio. €. „Die bürokratischen Hürden und die derzeitige Arbeitsmarktlage machen es oftmals schwierig, große Investitionsmaßnahmen in dem geplanten Zeitrahmen umzusetzen. Wir haben es uns dennoch zum Ziel gesetzt, viele dieser Projekte in den kommenden Jahren gleichzeitig zu realisieren“, betont Bürgermeister Dirk Breuer.

Kämmerer Dederichs stimmt dem Bürgermeister zu: „Die Bedingungen auf den Finanzmärkten sind derzeit günstig. Es ist gut, dass wir nun die Investitionen in die Zukunft unserer Stadt tätigen und diese durch langfristige Kredite zu günstigen Konditionen finanzieren. Hierdurch entstehen für die kommenden Jahre planbare Belastungen, die im Einklang mit der Leistungsfähigkeit der Stadt Hürth stehen werden“.

Die wachsende Beliebtheit der Realschule hat dazu geführt, dass es in diesem Schuljahr erstmals zu sechs Eingangsklassen gekommen ist. „Das kann die Schule in den kommenden Jahren aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten nicht leisten. Auch die geplante Erweiterung der Realschule wird hieran nichts ändern“, ist Ratsmitglied Maria Graf-Leimbach bewusst. Der Schulleiter plädiert deshalb für eine dauerhafte 5-Zügigkeit der Schule. „Die CDU-Fraktion hat immer zur Realschule gestanden und wird dieser Bitte nachkommen. Wir freuen uns über die tolle Entwicklung der Schule“, betont Graf-Leimbach. Die Entscheidung des Hürther Stadtrates ist jedoch unabhängig von der notwendigen Zustimmung der Bezirksregierung.

Planungsvariante für die Martinusschule in Hürth-Fischenich festgelegt

„Wir sind sehr zufrieden mit der neuen Planung für den Ausbau und die Sanierung der Martinusschule in Fischenich, die auf unsere Veranlassung im Planungsausschuss vorgestellt und beschlossen wurde. Nur diese Variante erfüllt die Voraussetzungen, neben der notwendigen Erweiterung der Schule, auch einen in Fischenich dringend benötigten Veranstaltungssaal in ausreichender Größe zu schaffen“, begrüßt der planungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Rüdiger Winkler, die einstimmige Entscheidung des Hürther Planungsausschusses.

Die Erweiterung der Schule durch sechs Klassenräume, einschließlich der für eine zeitgemäße Unterrichtsgestaltung erforderlichen Nebenräume, werden im Obergeschoß eines separaten Gebäudetracks neben der Schwimmhalle parallel zur Straße Rebenfeld errichtet. Das Erdgeschoss dieses Neubaus wird als Versammlungsstätte für 300 Besucher bei Tischbestuhlung ausgebaut. Im schulischen Alltag kann diese Fläche als Schulrestaurant und für andere schulische Veranstaltungen genutzt werden. In enger Verbindung dazu wird auch die Schulküche in den Neubau integriert. Andere Planvarianten hatten zunächst eine Erweiterung der bisherigen Aula vorgesehen, die nun jedoch entfällt. Sie steht künftig allein dem Schulbetrieb zur Verfügung.

„Die beschlossene Planungsvariante mit einem separaten Gebäude für die neuen Klassenräume und den Festsaal bietet außerdem den Vorteil, dass auch während der Bauphase der Schulbetrieb weitgehend ungestört fortgeführt werden kann. Bei den bisher diskutierten Varianten wäre ein massiver Eingriff in die vorhandene Bausubstanz nötig gewesen, was nicht nur eine längere Bauzeit, sondern auch eine unmittelbare Störung des Unterrichts für viele Monate bedeutet hätte. Wir freuen uns deshalb, dass die Vorteile der neuen Planung auch für den Schulbetrieb gesehen und die Zustimmung der Schulleitung gefunden haben“, freut sich CDU-Ratsherr Dirk Schüller über die für Fischenich in allen Belangen vorteilhafte Planung.

Nach Festlegung der Planungsvariante wird die Verwaltung nunmehr die Detailplanung erarbeiten, so dass der Planungsausschuss noch im 4. Quartal 2021 den Baubeschluss fassen kann und die Investitionen in den städtischen Haushalt des nächsten Jahres eingestellt werden können.