Die Kita Burgwichtel an der Ortshofstraße in Kendenich musste wegen eines Schimmelbefalls teilweise geräumt werden. Betroffen sind zwei Gruppenräume im Souterrain des von der Stadt angemieteten Gebäudes. Aktuell werden zwei der fünf Gruppen mit insgesamt rund 50 Kindern in den Räumen der ehemaligen Jugendherberge auf dem Hürtherberg betreut.

Kita-Gruppen ziehen vorübergehend in Naturfreundehaus

Im Februar wurde der Schimmel an einer Außenwand entdeckt. Die Stadt hat daraufhin umgehend gehandelt. Es wurde veranlasst, dass eine der beiden Gruppen in die benachbarte Hauptschule einziehen konnte. Die andere wurde vorübergehend im Mehrzweckraum der Kita betreut. Doch wegen Platzmangels an der Hauptschule und schlechter Luft im Mehrzweckraum sind die Kinder nunins ehemalige Naturfreundehaus am Adolf-Dasbach-Weg umquartiert worden. Dies geschah in Absprache zwischen Gebäudeamt, Jugendamt, Kita-Leitung und Elternbeirat. Die Betriebserlaubnis für das ehemalige Naturfreundehaus wurde erstmal befristet bis zum 31.12.2021 erteilt. Die Stadt bemüht sich allerdings um eine Verlängerung.

Verwaltung mit Neubau einer Kindertagesstätte beauftragt

Der Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr hat nun in seiner Sitzung am 15.06.21 per einstimmigem Beschluss die Stadtverwaltung beauftragt, das Mietverhältnis einvernehmlich aufzulösen. Des Weiteren wurde die Verwaltung mit dem Neubau einer Kindertagesstätte beauftragt. „Ich bedauere die Entwicklung in unsrem Kindergarten sehr“ so Ratsherr Thomas Klug. „Mit den Parkplätzen davor und zentral in Kendenich gelegen, war der Standort einfach ideal. Nichtsdestotrotz steht die Gesundheit der Kinder und Erzieherinnen natürlich an erster Stelle. So bin ich froh, dass der Ausschuss und die Verwaltung meine Meinung teilen, dass wir hier in unserem Ort einen Kindergarten brauchen. Es ist mir wichtig, dass die Kinder möglichst in ihrem Heimatort in die Kita gehen können und auch den Eltern so ein längerer Weg erspart bleibt“ so Thomas Klug, der sich auch als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses mit diesem Thema befasst.   

„Ziel ist es jungen Familien und Kindern beste Startchancen zu bieten,“ freut sich Petra Hüfken, jugendpolitische Sprecherin. Sie ergänzt: „Somit ist die Landesförderung für ein weiteres Familienzentrums in Hürth eine gute Nachricht für alle Familien und Kinder.“

Laut Beschluss des Jugendhilfeausschusses wurde der Interessensbekundung der Kita Kunterbunt aus Berrenrath stattgegeben. Der Weg zur Zertifizierung zum Familienzentrum steht der Kita somit offen. Mit diesem Beschluss ist nun auch die noch letzte Lücke im Stadtgebiet geschlossen worden. Somit werden zukünftig alle Hürther Kindergartenbezirke mit einem Familienzentrum versorgt sein. Insgesamt fördert das Ministerium für Kinder, Familien, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen im kommenden Kindergartenjahr 2021/2022 150 Familienzentren.

„Bereits im Haushalt für dieses Jahr hatten wir gemeinsam mit den Grünen 10.000 Euro eingestellt, um Vereine zu unterstützen, die soziale Projekte in Hürth durchführen. Auf unseren Antrag hat die Verwaltung nun ein Konzept vorgelegt, nach welchen Kriterien diese Mittel nun vergeben werden“, erläutert die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Gudrun Baer

.Das Förderkonzept wurde in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause beschlossen. Antragsstellungen können künftig an das zuständige Sozialamt gerichtet werden.

„Die Unterstützung sozialer Projekte und Institutionen ist eine wichtige und wertvolle Aufgabe. Das neue Förderkonzept ist auch ein schönes Zeichen für Zusammenhalt, denn das Geld kommt sozial schwachen Hürther Bürgerinnen und Bürgern zugute und ermöglicht den Familien so einen Moment ihre Sorgen und Nöte zu vergessen“, freut sich Baer.

„Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen“, berichtet die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Petra Hüfken und ergänzt: „Wir freuen uns über die Änderung der Jugendförderrichtlinien, die nun Zuschüsse aus städtischen Mittel auch für Ferienfreizeiten vor Ort erlauben.

Erst vor dem Beginn der Coronapandemie hatte die CDU-Fraktion die Erhöhung der Mittel angestoßen. Der letzte Lockdown hatte jedoch erneut Verunsicherung für die Planungen vieler freier Träger mit sich gebracht, so dass an überörtliche Fahrten in diesem Sommer kaum zu denken war. Um nun jedoch die Flexibilität der Veranstalter zu honorieren und den Kindern und Jugendlichen ein Stück weit die Normalität zurückzubringen, werden die Aktivitäten vor Ort genauso unterstützt, als würden sie in der Ferne stattfinden.

„Das kommt Veranstaltern, Familien und nicht zuletzt den Kindern und Jugendlichen entgegen, die sich nach dem anstrengenden Schuljahr schöne und abwechslungsreiche Ferien verdient haben“, bestätigt der Vorsitzende im Jugendhilfeausschuss, Thomas Klug.