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Der Ausschuss für Bildung, Soziales und Inklusion hat heute den Weg für den neuen Medienentwicklungsplan 2025–2029 der Hürther Schulen freigemacht. Die CDU-Fraktion begrüßt den nunmehr beschlossenen Plan ausdrücklich – insbesondere in der Form, wie er gemeinsam mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen noch einmal gezielt angepasst wurde.

„Wir schaffen eine solide Grundlage für die digitale Bildung in Hürth – mit Augenmaß, Fairness und einer klaren Perspektive für alle Schulformen“, betont CDU-Fraktionsvorsitzender Bjørn Burzinski. „Unser Änderungsantrag sorgt dafür, dass Schulen flexibel mit digitalen Endgeräten arbeiten können und gleichzeitig alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Zukunft vorbereitet werden.“

Kern des Beschlusses ist eine flächendeckende 1:2-Ausstattung mit digitalen Endgeräten an allen weiterführenden Schulen, die es den Schulen erlaubt, Geräte je nach pädagogischem Konzept gezielt einzusetzen – ob punktuell über alle Jahrgänge hinweg oder gebündelt in bestimmten Klassenstufen. „Damit stärken wir die pädagogische Freiheit der Schulen, statt sie durch starre Vorgaben einzuschränken“, so Ulrich Klugius, Sprecher der CDU im Bildungsausschuss.

Zugleich eröffnet der Plan nun die Möglichkeit, in der Jahrgangsstufe 9 ein freiwilliges 1:1-Modell mit elternfinanzierter Beteiligung und kommunalem Zuschuss anzubieten. „So können Schülerinnen und Schüler rechtzeitig vor dem Abschluss kontinuierlich den Umgang mit einem eigenen Gerät üben – das ist nicht nur sinnvoll für den Schulalltag, sondern auch eine Investition in ihre berufliche Zukunft“, erklärt CDU-Bildungsexperte Klugius.

Bewusst hat sich die CDU-Fraktion gemeinsam mit den Grünen gegen ein doppelt gestaffeltes 1:1-Modell ab Klasse 7 und EF ausgesprochen. Burzinski dazu: „Zwei elternfinanzierte Anschaffungen im Lauf der Schulzeit halten wir für nicht praktikabel. Das birgt die Gefahr, dass die Akzeptanz bei den Eltern sinkt – und damit das ganze Modell ins Wanken gerät.“

Ein besonderes Augenmerk richtet der geänderte Medienentwicklungsplan auch auf die Grundschulen: Diese sollen zeitnah mit digitalen Endgeräten im Verhältnis 1:4 sowie mit interaktiven Smartboards ausgestattet werden. Damit rückt Hürth im Bereich der digitalen Bildung einen großen Schritt weiter – über alle Schulstufen hinweg.

„Wir stehen für durchdachte Lösungen statt Schnellschüsse. Mit diesem Plan können wir die Digitalisierung unserer Schulen nachhaltig und tragfähig gestalten“, so das Fazit des CDU-Fraktionsvorsitzenden.

Die Hürther CDU möchte die Schulen deutlich schneller und besser mit digitaler Technik ausstatten, als es bislang im Haushalt vorgesehen war: „Die Verwaltung hatte hier bereits einen Vorschlag gemacht, der die Medienausstattung der Hürther Schulen verbessern sollte. Nach intensiven Beratungen mit den Schulleitungen sind wir sicher, dass es jetzt an der Zeit ist, einen größeren Schritt zu tun“, sagt CDU-Fraktionschef Bjørn Burzinski. Gemeinsam mit den Grünen hat seine Fraktion deshalb eine deutliche Anhebung der Mittel für digitale Endgeräte und modernste interaktive Tafeltechnik in Höhe von 400.000€ im Finanzausschuss beantragt. „In unserem Antrag orientieren wir uns an den Berechnungen des Gutachters, der den Medienentwicklungsplan für die kommenden fünf Jahre erstellt hat: Was braucht es, um alle Hürther Grundschulen zusätzlich mit interaktiven Whiteboards anstelle reiner Beamer auszustatten? Und was kostet es uns, alle weiterführenden Schulen mit digitalen Endgeräten – sehr wahrscheinlich iPads – im Verhältnis 1:2 zur Größe der Schülerschaft auszustatten?“

„Wir vervollständigen mit diesem Schritt unsere langfristige Strategie, schulische Bildung in Hürth so modern wie möglich zu machen: Zu Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe in neue Schulhöfe, Schulgebäude und Turnhallen kommt jetzt ein Paket von rund 9 Millionen Euro für Technik, die zukunftsorientiertes Lernen ermöglicht“, bilanziert der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ulrich Klugius. Darüber hinaus regen die Christdemokraten an, allen weiterführenden Schulen die Möglichkeit einzuräumen, die Mittel, die für eine 1:2-Ausstattung mit iPads zur Verfügung gestellt werden sollen, alternativ auch für eine 1:1-Ausstattung einzusetzen. In diesem Fall würden Schulen den Eltern ausgewählter Jahrgänge ermöglichen, einen Zuschuss zum Kauf eines iPads zu erhalten, das sowohl schulisch als auch privat genutzt werden kann und vom ersten Tag an Eigentum der Familie ist. „Die Stadt Bocholt hat dieses Modell erfolgreich im letzten Jahr ausgerollt: Dort haben über 70% aller anspruchsberechtigten Haushalte die Möglichkeit genutzt, über die Stadt ein bezuschusstes iPad zu kaufen“, führt Bjørn Burzinski ein mögliches konkretes Vorbild für Hürth an. Dieses Modell, das der Gutachter des Schulentwicklungsplans auf Anregung der CDU noch einmal genauer untersucht hat und als wegweisend erachtet hat, enthält auch Sonderregelungen für finanzschwache und kinderreiche Familien.

„Solch ein Modell funktioniert natürlich nur dort, wo die ganze Schulgemeinde – Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer – sich einig darüber sind, dass digitale Endgeräte nicht nur gelegentlich sondern in allen Fächern so selbstverständlich wie Stift und Buch eingesetzt werden sollen“, erläutert Ulrich Klugius. Dank mehrerer Pilotprojekte am Albert-Schweitzer-Gymnasium und am Ernst-Mach-Gymnasium gebe es in der Hürther Schullandschaft auch schon vielfältige Erfahrungen, auf die die Verwaltung bei der konkreten Ausgestaltung dieser 1:1-Idee zurückgreifen könne.

„Zwar setzt das NRW-Schulministerium in seinen Vorgaben und Empfehlungen immer stärker auf die Vermittlung digitaler Kompetenzen, nur kommt aus Düsseldorf leider bis jetzt kein Signal, sich am Kauf der dafür notwendigen Geräte beteiligen zu wollen“, kritisiert CDU-Fraktionschef Burzinski die Landesregierung. Konsequenz zeige im Vergleich dazu etwa das Land Bayern: Dort gibt es erstmals zum Schuljahr 2024/25 für jedes Schulkind ab Klasse 5 einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 350€ beim privaten Kauf eines iPads.

,,Mit der Vorlage des Medienentwick­ lungsplan der Stadt endet ein zweijähriger Prozess, in dem die Hürther Schulen gemeinsam mit der Verwaltung einen großen Schritt in die digitale Zukunft gemacht haben“, freut sich der CDU-Frak­tionsvorsitzende, Bjørn Burzinski.

Die Schulen hatten ihre Medienkonzepte vorgelegt, die ein Beratungsbüro ausge­ wertet und ein Maßnahmenpaket entwi­ckelt hat . In dem nun vorgelegten Medienentwicklungsplan für die Jahre 2020-2024 wird aufgeführt, wie die Schulen in einem angemessenen Rahmen mit zeitgemäßer und sinnvoller Technik ausgestattet werden sollen . Hierbei wurden neben den Mitteln aus dem städtischen Haushalt, die erst jüngst aufgestockt wurden, auch die Fördermittel aus dem Digitalpakt von Bund und Ländern berücksichtigt .

Den WLAN-Ausbau an den Hürther Schulen bis Ende 2020 hatte die Stadt bereits zugesagt. Mit dem Medienentwicklungsplan soll nun weitere Präsentationtechnik, die Einrichtung zusätzlicher EDV-Arbeitsplätze und der Ausbau cloud-basierter Arbeitsplätze vorangetrieben werden. Außerdem wird der erhöhte Wartungsaufwand in einem opti­mierten Supportkonzept berücksichtigt.

Nicht erst die Schulschließungen während der Corona-Zeit haben gezeigt, wie moderne Pädagogik heute funktionieren kann“, weiß Georg Fabian, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion .

„Digitale Bildung ersetzt zwar nicht die hervorragenden analogen Angebote unserer Schulen, sie ergänzt aber das pädagogische Portfolio um die Ausbildung der Medienkompetenz und verbes­sert die Kommunikation untereinander .“

„Eine verlässliche Planung, die das Konzept entwickelt, ist vielleicht noch der größte Gewinn für Schüler, Eltern und Lehrer. Mit dem Medienentwicklungsplan legt die Stadt einen Meilenstein Hürther Schulpolitik vor“, lobt Burzinski.